Wintersport im Sommer und großartige, neue Eventlocation

KEB-Team

50 Jahre bewegte Geschichte und Zukunftsprojekte der Kunsteisbahn GmbH (KEB) – Vom
offenen Eisstadion am Bauchenberg zur multifunktionalen Helios Arena mit ganzjährigem Eis


Unweit des Schwenninger Mooses– wo der Neckar entspringt – befindet sich die heutige Helios
Arena. Sie hat einen langen Weg hinter sich gebracht, um zu dem vielfältigen Bau zu werden,
der sie heute ist.

Der Sport auf dem Eis hat in VS-Schwenningen eine lange Tradition, die bis ins Jahr 1904
zurückreicht. In diesem Jahr wurde der Schwenninger Eis- und Rollsportclub 04 e. V. (SERC 04)
gegründet, der nun die Helios Arena als Heimstätte nutzt. Damals spielte man allerdings noch
auf dem vorderen See an der Rottweiler Straße.

Seit 1968 gab es am Bauchenberg erst einmal nur eine Eisfläche ohne Überdachung und
jeglichen Schutz. Später wurde um diese Eisfläche eine Halle errichtet. Diese wuchs durch die
Überdachung erst zum Eisstadion am Bauchenberg (seit 1976) und später stetig weiter zur
Helios Arena (seit 2008) mit insgesamt drei Hallen heran.

Kurz vor der Eröffnung der Eisfläche wurde 1968 auch die KEB gegründet. Die eigenständige
Gesellschaft gehört mehrheitlich der Stadt Villingen-Schwenningen. Die KEB kümmert sich in
Abstimmung mit der Stadt um alle Belange des Gebäudes.


Visionär und Macher – Klaus Hässler und sein Team
Klaus Hässler übernahm vor neun Jahren die Stelle des Geschäftsführers der KEB. Er sei dazu
gekommen wie die Jungfrau zum Kind, erzählt er. Sein Vorgänger Erich Schlenker durfte durch
eine Gesetzesänderung nicht weiterhin gleichzeitig im Gemeinderat sitzen und Geschäftsführer
der KEB sein.

Getreu dem Motto „Geht nicht? Gibt’s nicht!“ hat Hässler einiges umgekrempelt. Unter ihm
wurde ein Gesamtkonzept für den Eissport in der Helios Arena entwickelt. Die Arena hat
nämlich noch viel mehr als Eishockey zu bieten. Seine Vision: ganzjähriges Eis, um der
zweitgrößte Stützpunkt für Eissport in Baden-Württemberg zu werden.

An dieser Herausforderung arbeitet mit ihm sein starkes Team aus insgesamt fünf Kolleginnen
und Kollegen, das sich wie eine zweite Familie aufeinander verlassen kann. Darunter der
technische Leiter und Eismeister Hermann Vikoler sowie die gute Seele des Hauses, Jacqueline
Meißner, die für die Verwaltung zuständig ist.

Vikoler kam Anfang der Neunziger in das Team des damaligen Eisstadions am Bauchenberg.
Damit ist er am längsten dabei. Er kam damals „geschniegelt und gestriegelt“ zum
Vorstellungsgespräch in die Halle. Dort sagte man ihm, er könne mit diesen schicken Schuhen
hier nicht anfangen, gab ihm die Schlüssel in die Hand und stellte ihn ein. In seiner Anfangszeit
war die Halle noch offen und nicht auf dem neuesten Stand der Technik. Seitdem hat sich viel
zur Gebäudeoptimierung getan.


Laut Meißner ist das Team über die Jahre zusammengewachsen, auch dank neu eingeführter
Teambuilding-Maßnahmen. Hässler habe einen ganz neuen Stil und Ideen mitgebracht. Man
habe sich daran gewöhnen müssen, dass die Aufgabenverteilung offener war und jeder seine
eigenen Verantwortlichkeiten hatte. Es sei viel gefordert worden. Hässler habe es
herausgekitzelt – und es habe funktioniert.


Technische und architektonische Entwicklung
Das Gebäude wurde in Bezug auf Technik, Sicherheit, Umweltschutz, Funktionalität und
Architektur modernisiert. Anlass dazu gaben unter anderem die Auflagen der Deutschen
Eishockey Liga (DEL) für die Heimspielstätte der Wild Wings.

Die Projekte in Halle 1 des Kunsteisbahn-Areals (Haupthalle) wurden bereits umgesetzt. Bis zum
Herbst 2019 sollen die Arbeiten in Halle 2 und 3 abgeschlossen sein. Dann wird es
durchgehenden Betrieb über die Winter-Saison hinaus geben.


Zukunftsvisionen: ganzjähriges Eis, regelmäßige Veranstaltungen und mehr Besucher
Die städtische Helios Arena ist durch ihre Größe und Multifunktionalität eine Besonderheit in
der gesamten Region. Sie steht der Bevölkerung für viele verschiedene Zwecke zur Verfügung:
Nicht nur der Besuch von Spielen der Wild Wings ist möglich, sondern auch das Eis- und
Eiskunstlaufen oder Curlingspielen. Außerdem werden kulturelle Events wie Musicals oder
Konzerte angeboten. Die Räumlichkeiten können auch gemietet werden, zum Beispiel für
größere Feiern oder Tagungen.

Bis 2020 soll ein Green-Hotel in der Nachbarschaft eröffnen. Das würde den Eissport-Standort
Schwenningen noch attraktiver für in- und ausländische Sportler machen. Und Hässler könnte
seiner Vision bis zum wohlverdienten Rentenantritt einen großen Schritt nähergekommen sein:
„Ich habe in dieser Stadt versucht, etwas zu bewegen – und ich denke, das ist mir auch
gelungen.“